Wie lege ich einen Futterplatz richtig an?

Worauf kommt es bei der richtige Vogelfütterung an? Kurz gesagt: auf Hygiene, die richtige Nahrung, die passende Ausbringung, den geeigneten Ort und eine artgerechte Versorgung mit Wasser.

Die Hygiene

Die Hygiene betrifft die Futterstelle selbst und auch die direkte Umgebung. Um zu verhindern, dass sich Krankheiten von Vogel zu Vogel übertragen, sollten Sie die Futterstelle regelmäßig mit heißem Wasser reinigen. Tragen Sie dabei Hygienehandschuhe. Verwenden Sie Futterspender bzw. Futtersilos anstatt herkömmlicher Futterhäuser, treten die Vögel nicht im Futter herum und können ihren Kot nicht im Futter absetzen. Säubern Sie den Boden um die Futterstelle herum, verhindern Sie, dass sich Schadnager einstellen, die wiederum Krankheiten eintragen können. Die Situation verbessert sich schon deutlich, wenn Sie schalenloses Futter verwenden, da es in der Regel restefrei gefressen wird. Wir empfehlen den schalenlosen ReNatura® Terrassenmix.

Die richtige Nahrung

Selbstverständlich ist das natürliche Nahrungsangebot für die Vögel am bekömmlichsten und optimal auf die Bedürfnisse der Tiere ausgerichtet. Zur natürlichen Nahrung unserer heimischen Gartenvögel gehören in erster Linie Insekten, wie Raupen, Maden, Fliegen und Mücken, dazu Weichtiere und Früchte, außerdem Samen und Körner. Vor allem die Weichfresser unter den Vögeln bevorzugen eine Mischung aus Insekten, Weichtieren und Früchten. Die Samen- und Körnerfresser wählen Beeren, Samen und Körner (z. B. Getreidekörner).

Da jedoch die natürlichen Nahrungsquellen zunehmend kleiner werden, können wir den wachsenden Mangel in Teilen auffangen. Die Produktpalette der ReNatura® Vogelwelt eignet sich in besonderer Weise dazu. In unserer Vielfalt finden sowohl Weichfresser als auch Körnerfresser einen wertvollen Ersatz ihres natürlichen Nahrungsangebots.

Grundsätzlich bedienen Sie mit einem Mischfutter immer verschiedene Vogelarten. Die Vögel nehmen genau die Bestandteile eines Futters auf, die Sie bevorzugen. Ein „bunt gedeckter Tisch“ stellt das beste Angebot für unsere gefiederten Freunde dar. Das bedeutet, dass gerade eine große Vielfalt angestrebt werden sollte. Bestenfalls bestücken Sie Ihre Futterstellen immer mit mehreren Produkten aus unserer ReNatura® Vogelwelt gleichzeitig. Die Basis sollten Sie aus dem Aktiv-Futter und/oder dem Terrassenmix schalenlos herstellen, das je nach Jahreszeit mit dem Energie-Winterfutter, dem Sämereienmix oder den Getreideflocken ergänzt wird. Zusätzlich bieten sich Erdnusskerne und Sonnenblumenkerne an. Außerdem sollte zu jeder Jahreszeit ein Fettprodukt angeboten werden, wie Meisenknödel, Meisenringe oder die Nuss-Stangen. Alle weiteren Ergänzungen können Sie nach eigenem Gefühl und eigenem Ermessen vornehmen, z.B. aus Hanf, der neuartigen Energiecreme oder im Winter aus dem Energieblock. Haben Sie die Basis gut gelegt, haben Sie bei den Ergänzungen die freie Wahl.

Es mehren sich die Beobachtungen, dass in Nestern gefütterte Jungvögel in der Zeit von April bis Juli Erdnüsse und Sonnenblumenkerne weniger gut vertragen können und zu viel Fett schwer verdaulich ist. Wir empfehlen daher in dieser Zeit Futter mit geringerer Fettzugabe, kleineren Sämereien und einem geringeren Anteil an Erdnüssen und Sonnenblumenkernen. Bevorzugen Sie in diesen Monaten z. B. ReNatura® Feiner Sämereienmix, Fett-Getreideflocken und Getrocknete Mehlwürmer. Zur Winterzeit hingegen ist ein sehr fett- und damit energiereiches Futter zu empfehlen, wie Meisenknödel, Meisenringe und Nuss-Stangen von ReNatura®, sowie das Energie-Winterfutter.

Die passende Ausbringung

Bei der passenden Ausbringung des Futters sollten Sie darauf achten, dass durch Ihre Fütterung keine Gefahren für die Tiere entstehen. Diese Gefahren können etwa von jagenden Tieren sowie von durchsichtigen oder spiegelnden Fensterflächen ausgehen. Platzieren Sie daher Ihre Futterstelle an einer übersichtlichen Stelle, an der sich anschleichende Jäger (z. B. Katzen) nicht unbemerkt nähern können. In der Umgebung sollten sich jedoch ein Baum oder Strauch befinden, auf dem die Gartenvögel selbst Deckung vor angreifenden Sperber-Männchen oder Turmfalken finden können. Spiegelnde oder durchsichtige Scheiben sollten Sie mit Aufklebern versehen, um sie für die Tiere „sichtbar“ zu machen. Um zu verhindern, dass Jäger eine Futterstelle „erklettern“ können, hat es sich bewährt, von unten eine Schutzvorrichtung anzubringen. Diese könnte zum Beispiel aus einem umgedrehten Schutzkorb bestehen, einem Erntekorb oder einem Laubkorb.

Der geeignete Ort

Grundsätzlich möchten Sie selbstverständlich durch Ihre Fütterung die Vögel auch beobachten können. Daher sollten Sie die Futterstellen dort einrichten, wo Sie auch Einblick nehmen können bzw. da wo Sie sich aufhalten, vor dem Fenster, auf dem Balkon, auf der Terrasse, an Ihrem Sitzbereich. Unter Ihrer Beobachtung erkennen Sie auch schnell, wenn Probleme auftreten, wie z. B. anschleichende Katzen, oder sich ständig mehr und neue Arten bei Ihnen einstellen. Bewährt hat sich, zwei bis drei verschiedene, unterschiedlich technisch ausgestattete Futterstellen auf einem Grundstück einzurichten. Dadurch schneiden Sie mit Ihrer Fütterung mehrere verschiedene Vogelreviere an und bieten verschiedenen Arten die für sie jeweils günstigste Futterstellentechnik - mehr Vögel kommen somit in den Genuss Ihrer Fütterung. Gerne können Sie in diesem Zusammenhang auch Futter in Bodennähe ausbringen. Am besten nutzen Sie dafür geeignete Bodenfutterspender. Hierdurch können Sie auch Arten gerecht werden, wie z. B. der Amsel oder der Heckenbraunelle, die ihre Nahrung gerne vom Boden aus aufnehmen.

Das Wasser

Das Wasser brauchen die Tiere zum Leben: zum Trinken und auch zur Pflege ihres Gefieders. Setzen Sie zur Darreichung gerne eine traditionelle Vogeltränke ein. Achten Sie darauf, dass die Wassertiefe nicht mehr als 5 cm beträgt. Der Rand des Gefäßes sollte eine raue Oberfläche aufweisen. So bleibt die Gefahr durch Ertrinken auch für kleinere Arten gering. Tauschen Sie das Wasser gerne regelmäßig aus, um auch hier die Hygiene zu wahren (z. B. Gefahr durch Trichomonaden) und die Attraktivität der Trinkstelle für die Vögel nicht zu mindern.

Eine Wasserstelle sollte das ganze Jahr hindurch in Betrieb gehalten bleiben. Selbst zur kalten Jahreszeit besteht Bedarf bei den heimischen Gartenvögeln. Ein Sandbad stellt eine sinnvolle Ergänzung zu einer Wasserstelle dar. Einige Arten wie die Sperlinge lieben ein Bad in Sand oder Staub. Ein Sandbad sollte in der Umgebung einer Futterstelle nicht fehlen.